Hallo Wikked, ein paar Anmerkungen von mir, weil Du Feedback wolltest: Für eine erste Story liest sich das schon sehr gut. Angenehm ist mir die weitgehend korrekte Rechtschreibung aufgefallen, das schafft hier schon mal nicht jeder.
Aber:
Die Beschreibungen der Personen finde ich zu detailliert. Fass Dich ruhig kürzer, das lässt dem Leser mehr Raum für die eigene Fantasie. Klassischer Fehler - jedenfalls in meinen Augen - ist die Angabe der BH-Größe, wenn man das Aussehen einer Frau beschreibt. Das ist zu technisch, wir schreiben doch auch nicht "Er war groß gewachsen und trug eine Jeans in 33/36".
Du wiederholst Dich sehr häufig, z. B. hier:
Melanie ist wie erstarrt, gefangen in Furcht spürt sie, wie ihre Kleidung zerstückelt wird und ihre nackte Haut zum Vorschein kommt. Das Gefühl der Schockstarre hüllt sie ein, während Anja ihren Körper unverhohlen betrachtet und die Kontrolle über sie ausübt.
Das "gefangen in Furcht" und das "Gefühl der Schockstarre" im zweiten Satz hättest Du Dir sparen können, das ist dem Leser schon klar, wenn Melanie erstarrt. Du gehst ganz oft zu sehr ins Detail und lieferst ständig Erklärungen mit, wie der Leser die Handlung zu verstehen hat. Das bremst nicht nur den Fluss, man fühlt sich auch bevormundet.
Versuch auch mal, mit weniger Adjektiven auszukommen. Wenn Melanie an ihren Fesseln zerrt, muss sie das nicht "ängstlich" oder "verzweifelt" tun, die reine Handlung genügt. Den Rest setzt sich der Leser in seinem Kopf selbst zusammen. Konzentrier Dich auf die direkte Handlung, die treibt die Story voran. Die ausführlich ausgebreiteten Gedanken der Personen bremsen sie.
Dialoge machen jede Story lebendiger, aber missbrauche sie nicht, um Beschreibungen zu liefern wie hier:
Süffisant blickt Anja über ihre Schulter. "Nina sitzt auf einem Sybian, gefesselt und geknebelt. Ihre zitternden Hände versuchen verzweifelt, sich von den Fesseln zu befreien, während die Maschine unerbittlich Ninas Stimulation fortsetzt."
Sorry, aber so redet niemand!

Dialoge schreiben ist nicht leicht, deshalb sollte man es trainieren. Du kannst sie z. B. vor dem Niederschreiben selbst laut aussprechen. Dann spürst Du, ob sie realistisch klingen oder nicht. Richtig eingesetzt, können sie die Handlung vorantreiben und Beschreibungen sogar ersetzen. Das könnte z. B. so klingen:
"Aua, Sie tun mir weh! Der Strick schnürt mir die Hand ab!"
"Dann hör auf zu zerren. Bleib einfach liegen, verstanden?"
"J... ja... o... okay..."
"Sehe ich da etwa Tränen? Haha, wie rührend, die Kleine heult!"
Wäre die zitierte Szene übrigens nicht viel spannender, wenn Melanie Nina nur hören könnte und gar nicht erfährt, was gerade mit ihr passiert? Erzähle nicht gleich zu viel, sondern lass den Leser zappeln. Das macht neugierig auf die Fortsetzung bzw. lässt Raum für eigene Ideen im Kopf des Lesers.
Soweit ein paar Anmerkungen. Ich hoffe, das klang jetzt nicht zu negativ. Ich finde, Du bist schon auf einem ganz guten Weg.
